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Die Aaseestadt



Die Aaseestadt


Die Aaseestadt , ein Stadtviertel im Kernbereich der Stadt Münster in Westfalen , gehört zum Stadtbezirk Mitte.

Die Aaseestadt befindet sich östlich des Aasees und südlich des Kolde-Rings. Im Osten wird sie durch die Bundesstraße B219 (Weseler Straße) begrenzt und im Süden durch die Boeselagerstraße, ungefähr auf Höhe des Übergangs der B219 in die Autobahn A43. Die Nähe zum Aasee und die vergleichsweise hohe Anzahl an Grünflächen und Parkanlagen macht die Aaseestadt zu einem beliebten Wohngebiet. So wohnen um die 5.500 Menschen in dem fast 1,5 km⊃2; großen Stadtviertel.

Zur Aaseestadt gehört die katholische St. Stephanus-Kirche sowie die evangelische Jakobus-Kirche. Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule ist städtische Grundschule des Viertels, angrenzend liegt die Sportanlage mit dem Verein SV Blau-Weiß Aasee sowie das Polizeifortbildungsinstitut Carl Severing (ehemals: Höhere Landes-Polizeischule). Es gibt keine weiterführende Schule in der Aaseestadt, aber die bischöfliche Friedenschule ( Die Friedensschule ist eine "katholische Gesamtschule" mit gymnasialer Oberstufe ) liegt direkt angrenzend im Stadtteil Mecklenbeck und prägt so diesen Stadtteil mit.

Der Aasee-Markt, das Einkaufszentrum des Viertels, zeichnet sich besonders durch seine ungewöhnliche Bauart aus: Es handelt sich um eine Art Plattform, zu der man über Treppen und Rampen Zugang erlangt.

Im Aasee-Markt befinden sich diverse, manchmal wechselnde Geschäfte, wie beispielsweise Apotheke, Pizzeria, Drogerie, Fernsehfachgeschäft, Fahrschule und Supermarkt aber auch einige Miet- und Eigentumswohnungen.
Von weitem sichtbar sind die drei gelben Hochhäuser, die 1959 von Karl-Friedrich Sommer errichtet wurden und die ungewöhnlich für die ansonsten von Ein- und Mehrfamilienhäusern dominierte Aaseestadt sind. Der 1999 errichteten Büroturm der LVM Versicherung überragt diese jedoch. Alle Bauwerke liegen direkt am Kolde-Ring, also der der Innenstadt zugewandten Seite der Aaseestadt.

Der Aaseemarkt

Das Stadtteilzentrum Aaseemarkt hat die Form eines ein ungefähr 200 Meter langen, schmalen, sich stadtauswärts etwas verbreiternden Rechtecks. Die Geschäfte und Wohnungen sind auf einer Plattform gebaut, zu der mehrere breite Treppen von den umliegenden Straßen hinaufführen.

Das Zentrum wurde 1966 fertiggestellt und am 3. Mai 1967 eröffnet.

Es liegt zwischen zwei Wohnstraßen, der Von-Witzleben-Straße und der Goerdelerstraße. Nach hinten, stadtauswärts, schließt sich eine kleine Parkanlage mit Kinderspielplatz an.
Zur Stadtseite finden sich Läden, weiter hinten mehrheitlich Wohnungen sowie Apotheke, Kiosk und Läden. Die Wege längs der Häuserzeilen sind größtenteils überdacht.
Der Aaseemarkt ist absichtlich asymmetrisch gestaltet, die Bauten sind leicht versetzt angeordnet.

An der vorderen, dem Ring bzw. der Innenstadt zugewandten Seite befindet sich eine quer zum Besucher liegende Rampe als Aufgang.
Die Geschäftsgebäude im vorderen Teil sind aus schwarzen Ziegeln gemauert, aufgelockert wird das Bid durch eine Linie aus weißen Kacheln. Die Bebauung ist eingeschossig mit Ausnahme des dunklen, auf Betonpfeilern wie auf Stelzen stehenden Wohnblocks mittig an der Westseite. So wird ein Durchblick zur benachbarten Goerdelerstraße geschaffen. Die mit Holz verkleideten Treppenhäuser durchbrechen im Parterre die Reihen der Pfeiler, allein zwischen den beiden befinden sich keine Stelzen, sondern die Filiale einer Sparkasse - das einzige Geschäft in diesem Gebäude.
Es existiert ein großer Keller für Autos und Fahrräder.
Die hintere Hälfte des Aaseemarktes weist von außen gesehen ein schwarzes Halbparterre /Parterre als Sockel für die weißen Wohngebäude auf. Das Farbenspiel wird vervollständigt durch rote Fensterrahmen und Erker.
Innen wirkt er durch Bebauung am Rand wie ein Hof, die Pflasterung ist an vielen Stellen durch Beete mit Bodendeckern, Blumen, Sträuchern oder Bäumen unterbrochen.
Mehrere Teile des Aaseemarktes wurde renoviert, es wurde jedes Mal die Grundgestalt beibehalten.

So wurden 1999 von der Stadtraum Projekt GmbH & Co. KG die Geschäftsflächen im südlichen, hinteren Teil in barrierefreie Maisonette-Wohnungen umgewandelt, und die beiden Ladenlokale im schwarzen Sockelgeschoss an der Von-Witzleben-Straße eingerichtet. Die letzte Aktion war Abriss und Neubau einer Häuserzeile an der Von-Witzleben-Straße 2008.
Im hinteren Viertel, umgeben von Wohnungen, findet sich die Nebenstelle "Aaseemarkt" der Stadtbücherei, welche sich von Anfang, also seit 1967, im Aaseemarkt befand. Im Jahr 2006 sollte sie geschlossen werden, doch ist der Rat der Stadt Münster "der Empfehlung des Kulturausschusses gefolgt, die Bücherei mit einer hauptamtlichen Stelle (...) und mit der Unterstützung von Ehrenamtlichen weiterzuführen."

Die seit Jahrzehnten in dem mittigen, westseitigen Wohnblock ansässige Filiale Aaseemarkt der Sparkasse Münsterland Ost wurde Ende Juni 2011 geschlossen.